Weiter zum Inhalt

Online Workshop

Abschied und Neubeginn –
Autobiographisches Schreiben im Netz

Drei Monate literarischer Online-Workshop
Nächster Start: Steht noch nicht fest

Inhalt

Augenblicke des Abschieds, überraschende Umbrüche, folgenreiche Lebensentscheidungen stellen oft dramatische Wendepunkte im eigenen Leben dar. Sie sind herausfordernd, manchmal mit Schmerz verbunden, sie verlangen Mut und Offenheit, das Alte zu nehmen und dem Neuen zu begegnen. Für Schreibende sind diese Wendepunkte ein willkommener Anlass, um berührende Geschichten zu erzählen: In ihnen zeigt sich das Leben in seiner ganzen Fülle und Faszinationskraft.

Im autobiographischen Schreib-Workshop wird es um Texte gehen, die das Werden und Vergehen lebendig wiedergeben, die behutsam verborgene Schichten freilegen und vielleicht neue Perspektiven ermöglichen. Wir lassen uns von unterschiedlichen literarischen Formen inspirieren, um das stilistische Repertoire lustvoll zu erweitern – auch jenseits allzu enger biografischer Grenzen. Durch die direkte Rückmeldung der Mitschreibenden entsteht ein lebendiger, inspirierender „Schreibraum“. Zum eigenen Schreiben kommt das Lesen und Reflektieren im Online-Forum. Nicht nur bewegende, sondern auch erhellende Texte werden so geschmiedet, Texte, die das Geschehene deuten und im eigenen Lebenskosmos beheimaten.

Einige biografische Fragen, die im Workshop auftauchen: Was bedeutet Abschied für mich? Wie wurde ich erwachsen? Wann und wie hat sich in meinem Leben ein Wunder vollzogen? Wie fühlt sich “Das “Neue” an? Wie bin ich in meinem Körper beheimatet? Wie kann ich schreibend meine “biografischen Fesseln” sprengen?

Ablauf

Alle zwei Wochen – immer freitags – bekommen die Teilnehmenden per Email einen erzählanregenden Impuls zu einem autobiographischen Thema und haben dann vierzehn Tage Zeit einen Text zu verfassen. Die insgesamt sechs Schreibimpulse sind teilweise von literarischen Beispielen begleitet, so dass alle Teilnehmenden verschiedene literarische Formen des autobiographischen Schreibens kennen lernen und erproben können.

In einem geschützten Online-Forum werden die Texte veröffentlicht und von allen Teilnehmenden sowie dem Workshopleiter kommentiert. Das regelmäßige Lesen und achtsame Kommentieren der Texte der anderen Workshop-Teilnehmer sind feste Bestandteile des Workshops.

Beginn                       Freitag, 18. November 2016

Ende                          Freitag, 17. Februar 2017

Option                      Bei Wunsch der Teilnehmer findet im Frühjahr 2017 ein
eintägiges Nachtreffen in Berlin statt (Kosten dafür ca. 50 Euro)

Kosten                       250 Euro

Teilnehmerzahl    Mindestens fünf, maximal zehn

Leitung                      Stefan Strehler, Autor, Coach, Schreiblehrer

Anmeldung bitte per Email an stefan@strehler-online.de spätestens bis zum 4. November.
Die Workshop-Plätze werden in der Reihfolge der Anmeldung vergeben.

 

Einige Stimmen bisheriger Teilnehmer

„Für mich war der Workshop eine sehr intensive, herausfordernde und bereichernde Zeit, in der ich eine Menge spannender Begegnungen mit mir und anderen haben durfte. Danke dafür an alle Beteiligten!
So viel wie in den letzten Wochen habe ich parallel zu meinem Alltag noch nie zu Papier gebracht. Am meisten überrascht hat mich, dass ich durch die Schreibimpulse, die Texte der anderen und natürlich die Kommentare ein besseres Gefühl für meinen „Stil“ bekommen habe. Ich bin selbstsicherer geworden und habe mehr Motivation für mein persönliches Schreib-Projekt.

In so kurzer Zeit so viel Rückmeldung auf die eigenen Texte zu bekommen, empfand ich als echtes Geschenk. Wie zeitaufwändig und anstrengend es ist, differenzierte Kommentare zu schreiben, habe ich allerdings auch schnell gemerkt.
Wie konstruktiv respektvolle Kritik jedoch sein kann, hat Stefan uns ja immer wieder aufs Neue bewiesen. Seine zugewandte, humor- und liebevolle Art, Stärken und Schwächen zu benennen, hat mich jedes Mal sehr beeindruckt. Faszinierend, wie genau er Text und Subtext erfasst, und bewundernswert, wie er es schafft, Schwachstellen so zu benennen, dass ich sie weitgehend frustfrei annehmen konnte. Ja, ich habe mich gesehen gefühlt!“

Julia, 44, Lehrerin

„Die immer sehr ausführlichen und genauen Kommentare des Workshopleiters waren für mich Quellen der Inspiration und des Weiterkommens. Stefan ist ein großartiger Schreibdozent, der die Fähigkeit besitzt, sehr genau zu lesen und zu lektorieren und das Wahrgenommene sprachlich so zu formulieren, dass es den Texten vollkommen gerecht wird. Zwischen „Skalpell und Streicheleinheit“ findet er einen Mittelweg in seiner Kritik, der mich ge- und bestärkt hat und mir wichtige Schreibfortschritte ermöglichte.“

Henning, 68, Autor

„In anderen Kursen wird man meist sehr abgelenkt vom Aussehen des Menschen und der Art und Weise, wie er sich gibt. Die Konzentration auf den Text wird dabei oft Nebensache oder mit der Person an sich verbunden (Sympathie, Antipathie). Hier war es irgendwie ehrlicher.
Im Laufe der Zeit merkte ich, wie ich mich öffnen konnte und auch, wie viel flüssiger mein Schreibstil wurde.
Ich habe gemerkt, dass meine Texte in ihrer ganz eigenen Art bei anderen Menschen auch so ankommen, wie ich dachte. Das ist eine tolle Erfahrung, die man als Autor mit einem Buch, das man veröffentlicht, kaum noch hat.“

Monika, 66, Autorin

„Für mich ist es der erste Online-Schreibkurs und recht schnell ist mir der große Vorzug im Gegensatz zu Vis-á-vis-Kursen klar geworden: Ich hatte Zeit, alle Texte mehrfach und in Ruhe zu lesen. Den Feinheiten der Texte nachzuspüren oder auch Unklares noch einmal nachzulesen war für mich ein großer Gewinn.
Mich hat überrascht, wie zäh wir alle an unseren Texten gearbeitet haben, auch wenn die Zeit immer knapp erschien. Auch hier zeigt sich der Vorzug des Online-Kurses: Man kann und will sich nicht verstecken oder gar drücken, man möchte unbedingt gelesen werden. Gefreut hat mich auch, dass die Texte immer besser geworden sind – genauer und ausdrucksstärker.“

Sylvia, Fotografin

„Kommentare zu meinen Texten zu lesen, war der wesentlichste Grund für diesen Workshop, was denken Dritte? Texte anderer Teilnehmer zu lesen war Grund Nummer Zwei. Das Autobiographische war mir anfänglich nicht so wichtig; aber grade das war etwas, was mir von Impuls zu Impuls mehr Freude bereitet hat, mir immer wichtiger wurde. Weil die Teilnehmer Gesichter bekamen. Mir vertraut wurden. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Meine Erwartungen bezüglich der Schreiberfahrung, der Feedbacks und Leseerfahrung wurden übertroffen.
Der Workshop war kein „Kuschel-Kurs“, aber trotzdem nie aggressiv oder offensiv geprägt, genauso wenig aber rein sachlich, kühl – sondern sehr warm und respektvoll, das ist heutzutage selten. Stefan hat sanft, leise moderiert und wirklich fantastisch kommentiert. Auch andere Mitschreibende haben tolle Kommentare gegeben.“

Jörg, 47, Informatiker

„Ich fand den Workshop insgesamt sehr gut. Dazu trägt auch bei, dass das Online-Schreiben viel zeitliche Flexibilität zulässt. Es war – gegen meine anfängliche Erwartung – für mich kein Problem, die Anderen nicht ‚live’ zu erleben. Über die Vorstellungen zu Beginn und die Texte hat sich schnell eine Vertrautheit eingestellt. Vielleicht fiel es mir sogar leichter, Autobiografisches in dieser anonymeren Form in begrenztem Rahmen öffentlich zu machen.
Die Verbindlichkeit, innerhalb von zwei Wochen mit einem Text auf den Schreibimpuls zu antworten, war für mich gut. Mein Schreiben konnte ich auf jeden Fall entwickeln. Die Fremdwahrnehmung hat mich voran gebracht aber sehr wesentlich auch das Lesen der anderen Texte und die Vielfalt an Möglichkeiten, auf eine Aufgabe zu antworten.

Ich habe mehr Lust und Zutrauen zu mir selbst bekommen: Dass ich nicht nur im beruflichen Zusammenhang Texte schreiben kann. Das Schreiben wird zu einem Teil meiner selbst, ich bekomme zunehmend mehr Ideen. Ich lese auch bewusster und achte stärker darauf, wie unterschiedliche Schriftsteller vorgehen.“

Annette, 59, Pädagogin