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Von Wurzeln und Flügeln – Familiengeschichten

Drei Monate Online-Workshop
Nächster Start: 12. Januar 2018

Inhalt

Keine andere Instanz im Leben eines Menschen ist so prägend wie die Herkunftsfamilie, der soziale Ort, an dem wir aufgewachsen sind. Die Regeln und Gesetze, die Atmosphäre, ja, die Kultur einer Familie formen jeden Menschen bis weit ins hohe Lebensalter hinein.

Manchmal wird erst beim endgültigen Abschied so richtig spürbar, wie tief sich die Verbindungen ins biografische Selbst eingegraben haben, überraschend für viele, die dachten, mit dem eigenen Erwachsensein diese Stricke endgültig abgestreift zu haben. Anderen ist ihr Leben lang (manchmal schmerzhaft, manchmal freudvoll) bewusst, wie eng die Bindung ans Herkunftsfamiliensystem ist.

In diesem autobiografischen Online-Workshop geht es darum, Kerngeschichten aus deinem Familiensystem aufzuschreiben. Von den Ereignissen und Orten, die dich nachhaltig geformt haben. Von den Beziehungen zu Eltern, Großeltern, Geschwistern oder anderen Personen, die für dich besonders prägend und/oder wertvoll sind. Von den Gefühlen und Gedanken, die dich dazu begleiten. Und auch von den Erkenntnissen, die du bis heute dazu gewonnen hast. Von den Wurzeln deiner Identität und den Flügeln, die daraus gewachsen sind.

Angeleitet von Schreibimpulsen, die teilweise von literarischen Beispieltexten begleitet sind, versuchst du für deine Erinnerungen und Erfahrungen eine eigene, literarische Form zu finden. Die bewusste Gestaltung von persönlichem Erinnerungsstoff geht einher mit einem Reflexionsprozess, der auch der tieferen Verständigung mit dir selbst dient. Heilsame Effekte können dabei nicht verhindert werden. Die zentrale Absicht ist jedoch, einen glaubwürdigen und spannenden Text zu schreiben, der es dir ermöglicht, etwas Wesentliches von dir mitzuteilen.

Durch die direkte Rückmeldung der Mitschreibenden entsteht ein lebendiger, inspirierender und intimer „biografischer Schreib- und Reflexionsraum“. Zum eigenen Schreiben hinzu kommt das Lesen und Besprechen der anderen Texte im Online-Forum.

Ablauf

Alle zwei Wochen – immer freitags – bekommen die Teilnehmenden per Email einen erzählanregenden Impuls zu einem autobiographischen Thema und haben dann vierzehn Tage Zeit einen Text zu verfassen (über Ostern sind es drei Wochen). Die insgesamt sechs Schreibimpulse sind teilweise von literarischen Beispielen begleitet.
In einem geschützten Online-Forum werden die Texte veröffentlicht und von allen Teilnehmenden sowie dem Workshopleiter kommentiert. Das regelmäßige Lesen und Kommentieren der Texte der anderen Workshop-Teilnehmer sind feste Bestandteile des Workshops.

Beginn                         Freitag, 12. Januar 2018

Ende                              Freitag, 13. April 2018

Option                          Bei Wunsch der Teilnehmer findet im Frühjahr 2018 ein
eintägiges Nachtreffen in Berlin statt (Kosten dafür ca. 50 Euro)

Kosten                          270 Euro. Bei Anmeldung und Bezahlung bis 30. November gilt
ein Frühbucherrabatt von 30 Euro

Teilnehmerzahl          Mindestens fünf, maximal zehn

Leitung                          Stefan Strehler, Autor, Coach, Schreiblehrer

Anmeldung bitte per Email an stefan@strehler-online.de spätestens bis zum 5. Januar 2018.
Die Workshop-Plätze werden in der Reihfolge der Anmeldung vergeben.

 

Einige Stimmen bisheriger Teilnehmer (zu einem anderen autobiografischen Online-Workshop)

„So viel wie in den letzten Wochen habe ich parallel zu meinem Alltag noch nie zu Papier gebracht. Am meisten überrascht hat mich, dass ich durch die Schreibimpulse, die Texte der anderen und natürlich die Kommentare ein besseres Gefühl für meinen „Stil“ bekommen habe. Ich bin selbstsicherer geworden und habe mehr Motivation für mein persönliches Schreib-Projekt.“
Julia, 44, Lehrerin

„Die immer sehr ausführlichen und genauen Kommentare des Workshopleiters waren für mich Quellen der Inspiration und des Weiterkommens. Stefan ist ein großartiger Schreibdozent, der die Fähigkeit besitzt, sehr genau zu lesen und zu lektorieren und das Wahrgenommene sprachlich so zu formulieren, dass es den Texten vollkommen gerecht wird. Zwischen „Skalpell und Streicheleinheit“ findet er einen Mittelweg in seiner Kritik, der mich ge- und bestärkt hat und mir wichtige Schreibfortschritte ermöglichte.“
Henning, 68, Autor

„In anderen Kursen wird man meist sehr abgelenkt vom Aussehen des Menschen und der Art und Weise, wie er sich gibt. Die Konzentration auf den Text wird dabei oft Nebensache oder mit der Person an sich verbunden (Sympathie, Antipathie). Hier war es irgendwie ehrlicher.
Im Laufe der Zeit merkte ich, wie ich mich öffnen konnte und auch, wie viel flüssiger mein Schreibstil wurde.
Ich habe gemerkt, dass meine Texte in ihrer ganz eigenen Art bei anderen Menschen auch so ankommen, wie ich dachte. Das ist eine tolle Erfahrung, die man als Autor mit einem Buch, das man veröffentlicht, kaum noch hat.“
Monika, 66, Autorin

„Für mich ist es der erste Online-Schreibkurs und recht schnell ist mir der große Vorzug im Gegensatz zu Vis-á-vis-Kursen klar geworden: Ich hatte Zeit, alle Texte mehrfach und in Ruhe zu lesen. Den Feinheiten der Texte nachzuspüren oder auch Unklares noch einmal nachzulesen war für mich ein großer Gewinn.“
Sylvia, Fotografin

„Kommentare zu meinen Texten zu lesen, war der wesentlichste Grund für diesen Workshop, was denken Dritte? Texte anderer Teilnehmer zu lesen war Grund Nummer Zwei. Das Autobiographische war mir anfänglich nicht so wichtig; aber grade das war etwas, was mir von Impuls zu Impuls mehr Freude bereitet hat, mir immer wichtiger wurde. Weil die Teilnehmer Gesichter bekamen. Mir vertraut wurden. Damit hatte ich gar nicht gerechnet. Meine Erwartungen bezüglich der Schreiberfahrung, der Feedbacks und Leseerfahrung wurden übertroffen.“
Jörg, 47, Informatiker

„Ich fand den Workshop insgesamt sehr gut. Dazu trägt auch bei, dass das Online-Schreiben viel zeitliche Flexibilität zulässt. Es war – gegen meine anfängliche Erwartung – für mich kein Problem, die Anderen nicht ‚live’ zu erleben. Über die Vorstellungen zu Beginn und die Texte hat sich schnell eine Vertrautheit eingestellt. Vielleicht fiel es mir sogar leichter, Autobiografisches in dieser anonymeren Form in begrenztem Rahmen öffentlich zu machen.“
Annette, 59, Pädagogin